Partipitation & Bürgerengagement

Vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Diskussion zu Bürgerbeteiligungsverfahren sind folgende acht Thesen für die Ausgestaltung von Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren entwickelt worden:
Die Bürgermitwirkung wird durch unabhängige Mediatoren geleitet, um die Verwaltung zu entlasten und eine sachorientierte Diskussion zu ermöglichen.

  1. Die Bürgermitwirkung findet planungsbegleitend statt und beginnt zu einem frühen Zeitpunkt, möglichst schon bei der Bedarfsplanung.
  2. Effektive Bürgermitwirkung widmet sich der Suche nach konsensualen Zielen, statt der Abwehr von Forderungen.
  3. Bürgermitwirkung ist nur sinnvoll, wenn Gestaltungsspielräume vorhanden sind.
  4. Bürgermitwirkung beginnt damit, dass Planungsgrundlagen zugänglich und nachvollziehbar sind.
  5. Die Suche nach dem Konsens erfordert bisweilen vor der Medienöffentlichkeit geschützte Diskussionsphasen.
  6. Ein auf Interessenausgleich zielendes Widerspruchsverfahren im Verwaltungsrecht erspart die gerichtliche Konfrontation.
  7. Bürger sind keine Beschwerdeführer, sondern Partner. Sie werden fair behandelt und auch fachlich ernst genommen.

Vorstehende Thesen der Bürgerbeteiligung sind entnommen
mit freundlicher Genehmigung der Referentin Ute Kinn aus
www.grips-ettlingen.de/