Auf rege Beteiligung etlicher unter dem Dachverband ARBES tätigen Gruppen, die sich bei ehrenamtlichen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen engagiert einsetzen, stieß die diesjährige Regionalkonferenz. Sie fand auf Einladung des Uhldinger Vereins „Bürger für Bürger e.V.“ im Haus des Gastes Unteruhldingen statt. Vereinssprecher Helmut Brost betonte bei der Begrüßung der Teilnehmer(innen), dass bei einer solchen Veranstaltung ein schneller und direkter Erfahrungsaustausch möglich sei – das sei das Wichtigste. Sein Dank galt BM Edgar Lamm, der stets für die Belange des Vereins offene Ohren habe. BM Lamm stellte den Anwesenden den Verein Bürger für Bürger als “Vorzeigeverein mit beispielloser Vereinsgeschichte” vor und lobte dessen großes Engagement. ARBES-Vorstandsvorsitzende Elvira Walter-Schmidt dankte ihm für sein Kommen und wies auf die größere Effizienz solcher Regionalkonferenzen als die der außerdem stattfindenden Fachtagungen hin.

Nach der Vorstellung des Werdegangs des Uhldinger Vereins durch Gründungsmitglied und Gemeinderätin Gabriele Busam hatten die Sprecher(innen) der anwesenden Gruppen ausgiebig Gelegenheit, ihr großes Engagement in breit gestreuten Bereichen dem Publikum vorzutragen. Bei den Vorträgen klang durchweg der Wunsch nach weiteren Helfern – vor allem jüngeren Alters – und mehr Bürgerbeteiligung an. Manche der Gruppen sind z. Z. noch kein (eingetragener) Verein, was den Aktivitäten aber nicht im Wege steht – manche opfern viel Zeit und Geld, sind zum Nulltarif tätig. Nicht gut, wenn das Angebot mancherorts dann nur wenig Anklang findet. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Verwaltungen wurde meist positiv bewertet.

 

In der Mittagspause, Bewirtung durch fleißige Helfer von „Bürger für Bürger“, bot sich die Gelegenheit zu einem Plausch und Meinungsaustausch.

 

Einen ausführlichen Vortrag zum aktuellen Thema “Bürgerbeteiligung an Planungsverfahren” hielt nach der Pause ARBES-Vorstandsmitglied Manfred Geiger: Mehr Bürgerkompetenz für größere Akzeptanz bei der Durchführung von aufwendigen Vorhaben (mit Stuttgart 21 als Negativbeispiel) sei heute gefragt. Bürger, Verwaltung und Politik müssten in einen „Trialog“ unter neutraler Moderation/Zusammenführung der unterschiedlichen Sichtweisen miteinander eintreten, um eine sog. “Win-Win”-Situation zu erreichen. Elvira Walter-Schmidt warf zu Recht ein: “Bürgerbeteiligung kommt nicht von selber, sondern muss eingefordert werden”.

 

Mit Kaffee und Kuchen gestärkt konnten die Teilnehmer im Anschluss an die Konferenz an einer Führung durch die Pfahlbauten teilnehmen und sich durch dessen sachkundigen Direktor Gunter Schöbel ausführlich über dieses jetzt als Weltkulturerbe ausgewiesene Uhldinger Highlight informieren.